Werbung auf TikTok kennzeichnen
Sobald Sie für etwas bekommen, das Sie zeigen, ist es Werbung. Hier steht, was in Österreich gilt, wie man richtig kennzeichnet und welche Fehler häufig sind.
Stand: 2. November 2026. TikTok ändert seine Regeln laufend, prüfen Sie Details immer auch in der App.
Warum Kennzeichnung Pflicht ist
Wer auf TikTok für ein Produkt wirbt und dafür etwas bekommt, muss das kenntlich machen. Das dient dem Schutz der Zuschauer, die wissen sollen, ob sie eine Meinung oder Werbung sehen. In Österreich ergibt sich das vor allem aus dem Mediengesetz und dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Was als Werbung gilt
- bezahlte Beiträge für eine Marke
- kostenlos zugeschickte Produkte, die Sie zeigen
- Rabattcodes oder Affiliate-Links, bei denen Sie mitverdienen
- Beiträge für das eigene Unternehmen, wenn das nicht ohnehin klar ist
Wie man richtig kennzeichnet
Gut sichtbar, am Anfang und in einer Sprache, die alle verstehen. „Werbung“ oder „Anzeige“ ist eindeutig. Ein versteckter Hashtag am Ende einer langen Beschreibung reicht in der Regel nicht. TikTok bietet zusätzlich einen Schalter für Markeninhalte, der den Hinweis im Video anzeigt.
Die Selbstregulierung
Der Österreichische Werberat hat Leitlinien für Influencer-Werbung veröffentlicht. Sie sind kein Gesetz, zeigen aber, was in der Branche als fair gilt, und Beschwerden landen oft dort.
Gekaufte Follower und Kooperationen
Wer einer Marke Reichweite verspricht, sollte ehrlich sein. Gekaufte Follower in Verhandlungen als echtes Publikum auszugeben, kann rechtlich problematisch werden und ist ohnehin schlechtes Geschäft, weil Marken die Zahlen prüfen. Mehr dazu in Wie riskant ist es, TikTok Follower zu kaufen?
Was Betriebe beachten sollten
Ein Firmenkonto, das eigene Produkte zeigt, ist als Werbung erkennbar. Arbeiten Sie aber mit Influencern, sollten Sie die Kennzeichnung vertraglich regeln. Tipps für Firmenkonten: TikTok für Betriebe.
Häufige Fehler
- Kennzeichnung nur in der Beschreibung, die niemand aufklappt
- Englische Begriffe, die nicht alle verstehen
- „Unbezahlt“ bei geschenkten Produkten, das ist trotzdem Werbung
Ohne Rechtsberatung
Diese Seite gibt einen Überblick, keine Rechtsberatung. Bei konkreten Verträgen helfen die Wirtschaftskammer oder eine Anwältin.
Ein Beispiel für eine saubere Kennzeichnung
Eine Creatorin aus Vorarlberg bekommt Wanderschuhe von einer Marke geschenkt und zeigt sie im Video. Richtig wäre: im ersten Bild der Text „Werbung“, im Video der Satz „Die Schuhe habe ich geschenkt bekommen“, dazu der Schalter für Markeninhalte. So weiß jeder Zuschauer von Anfang an Bescheid, und niemand kann ihr Täuschung vorwerfen.
Häufige Fragen dazu
Muss ich geschenkte Produkte als Werbung kennzeichnen?
Reicht #ad?
Gilt das auch für kleine Konten?
Zusätzlich zum Inhalt ein kleiner Schub?
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